| Bauanleitung für Nistkästen: |
Am besten sind ungehobelte Massivhölzer mit einer Dicke von 2cm geeignet. Spanplatten und Sperrholz halten den Witterrungsbedingungen nicht stand und sind schon nach kurzer Zeit unbrauchbar. Glatte Innenflächen könnten dazu führen, dass die Jungvögel nicht aus dem Nistkasten herauskommen könnten. Besser ungehobeltes Holz verwenden oder die Innenseiten leicht aufrauhen. Bei Nadelholz darf keine Harzspur vorhanden sein, sie verflüssigt sich bei höheren Temperaturen und führt so zu Gefiederverklebungen. Auf Sitzstangen vor dem Flugloch möglichst verzichten, da hierdurch Räuber angelockt werden könnten. Nach dem Zusammenbau lediglich von außen gegen Witterungseinflüsse schützen. Hierfür eignen sich ungiftige Imprägniermittel oder Acryllack (nur gedeckte Farben verwenden, da Vögel sehr bunte Nistkästen meiden). Dächer nicht komplett mit Dachpappe oder Blech verkleiden, es kommt leicht zwischen Abdeckung und Holz zu Fäulnisbildung. Außerdem verflüssigt sich Dachpappe im Hochsommer und führt zu Gefiederverklebungen. Das Flugloch kann mit einem Blechstück geschützt werden. Feinde werden so daran gehindert, das Flugloch zu vergrößern. Bei den Variationsmöglichkeiten der Nistkästen sind keine Grenzen gesetzt, allerdings muss darauf geachtet werden, dass die Innenmaße nicht zu knapp bemessen werden. |
| Vierecknistkasten: |
| Fluglochwand zum Reinigen aufklappbar. Geeignet für: Blaumeise, Tannenmeise, Kohlmeise, Haubenmeise, Kleiber, Trauerschnäpper, Halsbandschnäpper, Gartenrotschwanz, Feldsperling, Haussperling |
![]() ![]() |
Bretter zuschneiden, die Brettstärke beträgt
2 cm! 1x Boden 12cm x 13 cm, mindestens 2 Ablauflöcher von 4mm Durchmesser hineinbohren. 2x Seitenwände, 14cm breit und auf einer Seite 28cm, auf der anderen Seite 25 cm hoch. 1x Rückwand, 16cm x 28,5 cm 1x Dach, 19cm x 25 cm 1x Fluglochwand, 12cm x 23 cm; das Flugloch soll einen Durchmesser von 3,2cm bis 3,4 cm haben und die Mitte sollte 4 cm vom oberen Rand entfernt sein. 1x Befestigungslatte, 4 cm x 60 cm, mit Befestigungslöchern. Zusammenbau: Seitenwände am Boden annageln oder schrauben, sie stehen nach vorne jeweils 1cm über. Befestigunsleiste an die Rückwand anbringen und Rückwand mit Seitenwänden verbinden. Fluglochwand so einsetzen, dass sie mit den Seitenwänden bündig abschließt. Der Boden steht 1 cm zurück, was das Öffnen erleichtert. Nun die Fluglochwand oben an den Seitenwänden mit jeweils einem Nagel befestigen, damit sie aufklappbar bleibt. Dach so aufsetzen, dass es vorne übersteht und an Seitenwänden und Rückwand befestigen. Zum Verschließen der Fluglochwand kann diese mit der Seitenwand durch Haken verbunden werden. Variante: Statt der Befestigunslatte jeweils eine Öse in die Seitenteile drehen und mit einem Drahtbügel verbinden. Darauf achten, dass der Schwerpunkt vorne liegt, so wird das Kasteninnere vor dem Hineinregnen geschützt. |
| Vierecknistkasten: |
| Dach zum Reinigen aufklappbar. Geeignet für: Blaumeise, Tannenmeise, Kohlmeise, Haubenmeise, Kleiber, Trauerschnäpper, Halsbandschnäpper, Gartenrotschwanz, Feldsperling, Haussperling |
![]() |
Bretter zuschneiden, die Brettstärke beträgt
2 cm! 1x Boden 15 cm x 11 cm, wobei mindestens 2 Ablauflöcher von 4mm Durchmesser hineingeborht werden sollten. 2x Seitenwände, 15 cm breit und auf einer Seite 26,5 cm, auf der anderen Seite 31,2 cm hoch. 1x Rückwand, 15 cm x 50 cm, dient gleichzeitig zur Befestigung, deshalb oben und unten jeweils mittig ein Loch bohren. 1x Dach, 15 cm x 21 cm, zusätzlich ein Stück Klavierband oder ein Stück Gummi, Leder o.ä. fürs Scharnier. 1x Fluglochwand, 15 cm x 26,5 cm; das Flugloch soll einen Durchmesser von 3,2cm bis 3,4 cm haben und die Mitte sollte 4 cm vom oberen Rand entfernt sein. Zusammenbau: Seitenwände an Schmalseiten des Bodens annageln oder schrauben, alles mit der Rückwand verbinden und Fluglochwand anbringen. Zunächst Klavierband am Dach, dann an der Rückwand befestigen. Die Schrauben oder Nägel sollen dabei das Brett nicht durchstoßen. Zum Verschließen des Dachs kann es mit der Seitenwand durch Haken und Ösen verbunden werden. |
| Dreiecknistkasten: |
| Fluglochwand zum Reinigen abnehmbar; diese Konstruktion ist
etwas schwieriger, da zum Teil auf Gährung gesägt werden muss. Kasten
unbedingt, zum Regenschutz, nach vorn geneigt aufhängen! Geeignet für: Blaumeise, Tannenmeise, Kohlmeise, Haubenmeise, Kleiber, Trauerschnäpper, Halsbandschnäpper, Gartenrotschwanz, Feldsperling, Haussperling |
![]() |
Bretter zuschneiden, die Brettstärke beträgt
2 cm! 1x Boden 12 cm x 17,5 cm; schmale Seiten auf Gährung, ca. 2 Ablauflöcher von 4mm Durchmesser hineinbohren. 2x Seitenwände, 17 cm x 32,5 cm; bei jedem Seitenteil die Oberkante auf Gährung sägen. 2x Dreieckswand, 17,5 cm breit und beide Schrägen bis zum Mittelpunkt sind 30 cm lang. Der Mittelpunkt des Fluglochs (Durchmesser 3,2 -3,4 cm) liegt 8 cm vom oberen Rand entfernt. Zusätzlich bekommt die Vorderseite in der unteren Mitte eine Kerbe für die Flügelschraube, mit der sie später gehalten wird. 1x Befestigungslatte, 4 cm x 60 cm, mit Befestigungslöchern und ein Stück Dachpappe o.ä.. Zusammenbau: Seitenwände so an der Rückwand befestigen, dass die abgeschrägten Kanten aufeinander liegen. Oben zusammennageln oder schrauben. Kasten von Innen mit der Befestigungsleiste verbinden, dabei im oberen Bereich ein evtl. abgeschrägtes Klötzchen als Abstandshalter zwischen Kasten und Latte fixieren. Fluglochwand einsetzen und mit jeweils einem Nagel vor und hinter der Wand, ca. 5 cm unterhalb der Spitze halten. Nun wird in die vordere Mitte des Bodens eine Halbflügelschraube ("Wiener Reiber") eingedreht und Dachpappe am Giebel angebracht. Variante: Statt der Befestigunslatte jeweils eine Öse in die Seitenteile drehen und mit einem Drahtbügel verbinden. Darauf achten, dass der Schwerpunkt, zum Schutz vor Regen, vorne liegt. |
Autor: Christoph Höwner und Marion Hein-Höwner Home |